Loci Lernmethode
Diese Lernmethode kommt aus dem Lateinischen Locus= Ort. Sie ist eine der ältesten Methoden, sich etwas einzuprägen, die es gibt. Mit der Loci-Methode ist es möglich, sich bestimmte Dinge in einer vorgegebenen Reihe zu merken. Bereits die Römer und Griechen wandten diese Technik zum Merken beispielsweise ihrer Reden an.

Verknüpfungen erstellen mit der Loci-Lerntechnik

Die Routen-Methode, wie sie auch gerne genannt wird fördert die Assoziationen im Gehirn. So wie der Mensch zu gewissen Dingen, Gefühle etc aufbaut, kann er sich auch dazu Wörter merken. Bei der Locitechnik wird daher versucht, bekannte dinge mit neuen Begriffen zu verknüpfen. Es sollte dabei ein logischer Zusammenhang entstehen, damit man sich auch später wieder an Ort und auch an die neuen Begriff erinnern kann. Meist gelingt das Erlernen der Begriffe umso leichter, je ungewöhnlicher die Verknüpfung dabei ist.

Die Anwendung der Loci-Methode ist sehr einfach und schnell durchgeführt. Zuerst sucht man sich einen Ort heraus, den man ständig um sich hat. Das kann die Wohnung sein, ein Zimmer oder der alltägliche Weg zur Arbeit. Nun sucht man sich bestimmte Punkte oder Orte in diesem Bereich aus und stellt diese in einer Reihenfolge da. So kann in einem Zimmer von der Tür ausgehend sich Dinge gesucht werden, die im Uhrzeigersinn verlaufen:

Lichtschalter – Bücherregal – Fernseher – Stuhl – Stehlampe – Sofa – Schreibtisch – Telefon – Kommode – Vase 

Nun sollen folgende Wörter sich eingeprägt werden:

Füller, Hefte, Flasche, Salatsoße, Seife, Buch, Ordner, Handtuch, Seife, Kaffeetasse

Jetzt wird versucht, diese Dinge mit den bereits gewählten Orten zu verbinden. Dabei geht man systematisch vom ersten Ort bis durch zum letzten. So findet man den Füller neben dem Lichtschalter, die Hefte liegen im Bücherregal, die Flasche steht auf dem Fernseher, die Salatsoße breitet sich auf dem Stuhl aus und die Stehlampe ist voller Seife. Das Buch über physikalische Gesetze befindet sich auf dem Sofa, während der Ordner auf dem Schreibtisch liegt. Das Handtuch verdeckt das klingelnde Telefon und die Kommode dufte von der neuen Seife, die dort herum liegt. Die Kaffeetasse fehlt wie immer und wird durch die Vase ersetzt.

Geht man dann einige Zeit später die Orte durch, fallen einen die vorher gelernten Begriffe schnell wieder ein. Bis zu 20 Orte kann man sich so für den Alltag einprägen und dann mit anderen neuen Begriffen kombinieren.
 
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