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Haben Sie jemals von der "Kampf-oder-Flucht" Reaktion beim Menschen gehört? Wenn wir einem Problem oder einem Konflikt gegenüberstehen, werden wir uns entweder der Situation stellen oder dieser Situation entfliehen. Dies mag zwar eine Urreaktion darstellen, sie scheint jedoch in uns Menschen tief verankert zu sein. Um mit einer Kampf-oder-Flucht Reaktion reagieren zu können, muss der Körper verstärkt Blut in die großen Bein- und Oberschenkelmuskeln pumpen, da diese entweder zum Kampf oder zum Weglaufen benötigt werden.

Was läuft dabei im Körper ab? Viele Abläufe sind dabei erforderlich, damit dies geleistet werden kann.

Erhöhte Herzfrequenz

Das Herz pumpt schneller, um verstärkt Blut für die Beine und auch die anderen Organe bereitzustellen. Eine erhöhte Herzfrequenz macht die Erhöhung des Blutdrucks erforderlich. Erhöhter Blutdruck kann Kopfschmerzen auslösen sowie das Herz- und Kreislaufsystem selbst schädigen. Das Herz ist nicht dafür geschaffen, derartige Mehrbelastungen zu bewältigen, jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum hinweg. Erhöhter Blutdruck verursacht ebenfalls erhöhten Venen- und Arteriendruck. Auch das ist destruktiv und gesundheitsschädlich.

Erhöhter Adrenalinspiegel

Während sich der Körper auf einen Kampf oder eine Flucht vorbereitet, produziert er verstärkt Adrenalin oder Epinephrin. Dieses Hormon wird von den Nebennieren ausgeschieden, strömt durch die Blutbahn und stellt den Körper auf eine Reaktion ein. Es wird vermehrt Sauerstoff und Glukose in die Muskeln transportiert, damit sich diese auf Einsatzbereitschaft vorbereiten, ob es sich nun um eine Konfrontation oder um eine Flucht handelt. Adrenalin bewirkt ebenfalls eine Erhöhung der Herzfrequenz, sowie arterielle Gefäßveränderungen der Haut und des Magen-Darm-Traktes, was Taubheitsgefühl und Übelkeit verursacht. Zudem führt es zu Erweiterungen der Muskelarterien, um den verstärkten Blut- und Sauerstoffzufluss bewältigen zu können und sich auf den Einsatz vorzubereiten.

Leider verhält es sich bei Adrenalin so wie beim Zucker: "ein bisschen davon kann der Körper gut verarbeiten, wenn Sie jedoch zu oft über einen längeren Zeitraum eine zu große Menge davon haben, dann hat dies schädliche Auswirkungen."

Erhöhte Alarmbereitschaft

Sowohl während einer Kampfreaktion, als auch bei einer Fluchtreaktion befindet sich der Körper in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Pupillen weiten sich, um mehr Licht aufzunehmen und besser fokussieren zu können. Das Hören wird sensibler, da der Körper auf Geräusche und Laute reagieren muss.

Diese Alarmbereitschaft hat zur Folge, dass viele Muskeln in der Vorbereitung zu einem Einsatz angespannt sind. Ohne dies wahrzunehmen, sind während dieser Kampf-oder-Flucht Reaktion Ihr Rücken, die Arme, Hände, Beine und andere Körperregionen verkrampft und steif. Noch einmal: Ihr Körper erholt sich problemlos davon, wenn Sie dies nur für kurze Zeit tun - ständige Alarmbereitschaft und Anspannung jedoch können sich schädigend auf Muskeln und Arterien auswirken.

Wenn der Körper in Alarmbereitschaft ist, dann ist auch Ihr Hirn in Alarmbereitschaft. Das Hirn filtert und registriert ständig auch nur den kleinsten Sinneseindruck auf jeden der fünf Sinne, blendet jedoch harmlose Bilder und Geräusche schnell aus. Bestimmte Geräusche nehmen wir überhaupt nicht mehr bewusst wahr, wie den Motor des Kühlschranks oder das plötzliche Anschalten der Heizung oder auch das Geräusch eines Nachbarn, der sein Auto in die Auffahrt fährt. Unser Hirn nimmt meist diese Geräusche wahr, ordnet diese als unwichtig ein und blendet sie aus. Wenn Sie jedoch in Alarmbereitschaft sind, muss der Verstand diese Geräusche sorgfältiger filtern, was dazu führt, dass der Verstand Mehrarbeit leisten muss, um all dies erkennen zu können. Aus diesem Grund kommt es verstärkt zu Müdigkeit und Erschöpfung. Auch der Verstand muss sich hin und wieder ausruhen, wie jedes andere Körperteil auch.

Die Kampf-oder-Flucht Reaktion ist ein Teil der Wut. Wenn man in Wut gerät, ist man bereit, sich der Situation zu stellen, in Vorbereitung zum Einsatz, beginnt das Adrenalin zusammen mit dem Herzen zu pumpen, während die Muskeln steif werden und sich verkrampfen. Diese für den Körper erdrückenden Reaktionen finden normalerweise auch während eines Wutausbruchs statt. Wenn Sie ständig wütend sind, können Sie sich sicher vorstellen, welchen Schaden Sie damit Ihrem Körper zufügen.

Lesen Sie nun weiter: 11. Dieser Insider-Tipp hilft gegen Wutausbrüche und Zornanfälle

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